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Wohnungssanierung im Kustodentrakt Belvedere

Projektumfang

Generalsanierung der Wohnung im denkmalgeschützten Kustodentrakt im Belvedere Wien

Unsere Extras für Klima und Umwelt

Besonderheiten

Die Wohnung im Kustodentrakt wurde nach jahrzehntelanger Nutzung frei und vor der Neuvermietung generalsaniert. 

Nach der Entfernung der gesamten Ausstattung und der Kompletterneuerung der Infrastruktur wie Strom-, Wasser- und Kanalleitungen wurden zeitgemäße Sanitärräume eingebaut. Zur Erschließung des bestehenden Gewölbekellers, der vor der Sanierung nur über eine Fußbodenluke mit Klapptreppe erreichbar war, wurde eine bauordnungskonforme Treppe zur sicheren Nutzung errichtet. Im Keller selbst wurden sämtliche nachträglichen Einbauten wie nichttragende Wände, Verblendungen etc. entfernt, die Wände bereichsweise verfestigt und der in sehr schlechtem Zustand befindliche Innenputz mittels Patschokkierung erneuert. Weiters wurden im früheren Erdkeller, der nur über vergitterte Öffnungen verfügte, ein Fußbodenaufbau mit einer U-Betonschicht, eine mechanische Lüftungsanlage sowie neue Kellerfenster eingebaut.
Die historischen Kamine wurden geschliffen und saniert sowie teilweise durch eingezogene Edelstahlkamine ergänzt, dabei wurden unter anderem asbesthaltige Bauteile entfernt und durch unbedenkliche Materialien ersetzt.

Ein großer Teil der Maßnahmen entfiel auf die Sanierung der historischen Bauelemente in den Aufenthaltsräumen im Erdgeschoß. An Gewölbe- und Wandflächen wurden unzählige Tapeten- und Farbschichten aus den letzten Jahrzehnten entfernt und die historischen Putzoberflächen saniert und mit Mineralfarbe neu beschichtet. Im Salon wurde durch die behutsame Sanierung der feingliedrig ornamentierten Gewölbeansätze ein besonders schönes Ergebnis erzielt.
Die historischen Fischgrätparketten wurden in situ saniert, wobei die bereichsweise durch Wassereintritte beschädigten Randfriese erneuert werden mussten. Im Zuge dieser Erneuerung wurden die offenen Bereiche gleich genutzt, um neue Verkabelungen in die Schüttung zwischen den Polsterhölzern einzulegen. Somit konnte gewährleistet werden, dass Elektro- und Medientechnik auf dem neuesten Stand sind, ohne dass Stemmarbeiten in den denkmalgeschützten Wänden und Gewölben erforderlich wurden. 
Die bestehenden Kastenfenster im Erdgeschoß wurden saniert und zur Verbesserung der Energieeffizienz wurden die Flügel der inneren Fensterebene mit Isolierverglasungen in den bestehenden Holzflügeln nachgerüstet. Besonders erwähnenswert sind die hochwertigen historischen Innenfensterläden, die im Zuge der Sanierung wieder zum Vorschein kamen und instandgesetzt werden konnten. Mittels Faltmechanismus können sie in die Leibungsverkleidung eingeklappt werden und stellen somit eine besonders elegante Sichtschutz- und Verschattungslösung dar. Die historische Eingangstüre war durch die westseitige ungeschützte Lage bereits so vermorscht, dass sie nur mehr durch die Rekonstruktion der historischen Türe erneuert werden konnte.

Leistungen

Tags

Team

Ulrike Emminger
Geschäftsführung
Christian Sokele
Hochbau
Mario Stephan
Elektrotechnik

Infos

Adresse:

Prinz-Eugen-Straße 27, 1040 Wien

Jahr:

2021 - 2023

Auftraggeber:

Burghauptmannschaft Österreich
Hofburg, Schweizerhof
1010 Wien