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Mehr als nur ein Obstkorb

25.02.2026 · Elisabeth Grohs

Montagmorgen, 8:02 Uhr.

Die erste Besprechung läuft bereits, der Kaffee hatte noch keine Chance zu wirken. Ein Blick in den Kalender zeigt: Ein Termin jagt den nächsten. Zwei Abgaben stehen diese Woche an, Mails warten, das Telefon klingelt, Entscheidungen müssen getroffen werden.

In solchen Momenten zeigt sich, was Arbeitsrealität bedeutet. Und in der Teeküche steht frisches Obst.

Vitamine sind wichtig – keine Frage. Doch sie lösen keine Priorisierungskonflikte, entzerren keine Projektpläne und nehmen keinen Druck aus einer intensiven Woche.

Gesundheit im Unternehmen entscheidet sich nicht beim Obstkorb, sondern im Projektplan.
Im Meeting.
In der Art, wie wir Arbeit organisieren.
In der Frage: „Ist das realistisch?“
Und manchmal auch in der wichtigeren Frage: „Wie geht’s dir wirklich?“

Gesundheit als strukturelle Verantwortung

Deshalb haben wir in den vergangenen Jahren nicht nur in Angebote investiert, sondern vor allem in unsere Strukturen.

Einführung einer 4-Tage-Woche mit drei Tagen zum Auftanken – auch wenn sie neue Spannungsfelder mit sich bringt

Neue Teamleiterrollen zur Verkürzung von Kommunikationswegen und klareren Verantwortlichkeiten

Eine Vertrauensperson für berufliche und private Anliegen

Monatliches gemeinsames Kochen als Raum für Austausch abseits von Projektplänen

Eigene Budgets für Teams, damit sie selbst entscheiden können, was ihnen guttut – ob gemeinsames Essen, Sport oder gemeinsame Aktivitäten

Machen wir alles perfekt? Nein.
Arbeitsverdichtung verschwindet nicht einfach. Und auch wir lernen laufend dazu.

Aber wir verstehen Gesundheit nicht als Feigenblatt und reduzieren sie nicht auf Vitaminzufuhr. Sie ist Teil unseres Leitbilds – und Teil unserer Verantwortung als Arbeitgeber.

Rezertifizierung Betriebliche Gesundheitsförderung

Vor drei Jahren wurden wir mit dem Gütesiegel für Betriebliche Gesundheitsförderung ausgezeichnet.

Nun gehen wir in die Rezertifizierung – nicht, weil wir perfekt sind, sondern weil wir dranbleiben wollen.

Mehr als nur ein Obstkorb

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